Aktivitäten des Landesverbands

Der DGVN-Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen organisiert und unterstützt Vorträge und Veranstaltungen mit UN-Bezug in Mitteldeutschland.
Sie wollen mit uns zusammen eine Aktivität durchführen? Schreiben Sie uns!
Zusammenfassungen vergangener Veranstaltungen können Sie hier nachlesen.

Im Archiv finden Sie die Berichte der vergangenen Jahre.

UNhörbar, der Podcast

Mit unserem Podcast "UNhörbar" wollen wir den UN eine Stimme geben. In unterschiedlichen Formaten wie Interviews und Gesprächen informieren wir über die Arbeit der UN sowie unterschiedliche Themen mit Bezug zum UN-System. Dabei nehmen wir Analysen und Bewertungen vor und geben unsere Einschätzungen ab.

"UNhörbar" ist über Anchor erreichbar und kann auf allen gängigen Plattformen gestreamt werden. Wir freuen uns über Eure Anregungen, Themenwünsche und Euer Feedback. 

Hört doch mal rein! 

Bisherige Folgen 

Festveranstaltung zum Tag der Vereinten Nationen 2020 mit Preisverleihung des Lokale Agenda Wettbewerbes

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden vertreten durch die Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft Frau Bürgermeisterin Eva Jähnigen und
die Direktorin von UNU-FLORES Frau Prof. Dr. Edeltraud Günther laden Sie herzlich zur

Festveranstaltung zum Tag der Vereinten Nationen 2020 mit Preisverleihung des Lokale Agenda Wettbewerbs

am Dienstag, dem 13. Oktober 2020, um 18 Uhr, im Plenarsaal des Neuen Dresdner Rathauses, Rathausplatz 1, 01067 Dresden (oder online – wird rechtzeitig bekannt gegeben) ein. 

Beim jährlichen UN Spotlight Talk zum Thema „Dekade der biologischen Vielfalt“ bringen wir einen führenden Vertreter der Vereinten Nationen nach Dresden, um Themen zu diskutieren, die an vorderster Front internationaler Debatten stehen und die relevant für das Leben der Bürger/innen vor Ort sind. Bei der Preisverleihung des Lokale Agenda Dresden Wettbewerbes während der Veranstaltung würdigen wir Initiativen für ihre Bemühungen, eine enkeltaugliche Zukunft zu fördern.

Hauptredner:
Prof. Dr. Josef Settele, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und Experte beim Weltrat für Biologische Vielfalt (IPBES)

Diskussionspartnerinnen:
Bürgermeisterin Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft, Landeshauptstadt Dresden Prof. Dr. Edeltraud Günther, Direktorin von UNU-FLORES 

Anmeldung erforderlich! Die Anmeldung wird am 1. September 2020 freigeschaltet.  


Mehr Informationen unter www.flores.unu.edu/UNDay

Digitale SChillerMUN an der FSU Jena

Vom 19.-20. Juni hat an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein kreatives Tutor*innen-Team, unter Leitung unseres Vorstandsmitgliedes Franziska Sandt, eine komplett digitale MUN veranstaltet. Wie der Name SChillerMUN bereits vermuten lässt, wurde eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates (eng. Security Council) simuliert. Die Online-Simulation war der Höhepunkt der mehrwöchigen Vorbereitung im Rahmen des Online durchgeführten Tutoriums, welches begleitend zur Vorlesung „Internationalen Organisationen – Theoretische und Empirische Grundlagen“ stattgefunden hat.   

Als sich, im Rahmen der Covid-19-bedingten Einschränkungen, die Universitätsleitung und die Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena auf ein digitales Sommersemester einstellen mussten, entschied auch das Team der SChillerMUN – „wir ziehen alles digital durch – auch die Simulation!“ 

Im Rahmen des Tutoriums wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Rede- und Verhandlungstechniken, die Arbeitsweise der Vereinten Nationen und insbesondere des UN-Sicherheitsrates vermittelt. Das Thema der SChillerMUN war die Verlängerung der humanitären Hilfe für Syrien. Die Aktualität ergab sich aus der Resolution 2504, die kurzfristig als Kompromisslösung im Januar durch den Sicherheitsrat beschlossen wurde und im Juli ausgelaufen wäre. 

Insgesamt 38 Studentinnen und Studenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus verschiedenen Studienrichtungen haben an der ersten SChillerMUN Simulation teilgenommen. Die Studierenden setzten sich in der Vorbereitung mit der Geschichte, den Akteuren und dem aktuellen Stand des Syrienkonfliktes auseinander. Die Delegationen haben sich hinsichtlich der Frage zur humanitären Lage in Syrien, den Grenzübergängen für die Hilfslieferung und der Verlängerungszeit der Resolution eingearbeitet und dazu als Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter ihren jeweiligen Staaten agiert. 

Trotz aller Schwierigkeiten, die das digitale Format einer Simulation mit sich bringt, haben die Studierenden über zwei Tage intensiv in den formalen, aber auch informellen Sitzungen, debattiert. Als Ergebnis ihrer Verhandlungen wurde mit 12 Stimmen dafür, keiner Stimme dagegen und 2 Enthaltungen (von Russland und China) der von Deutschland eingebrachte Resolutionsentwurf angenommen. 

Das innovative Format der Lehrveranstaltungen ermöglichte dabei das tiefere Verständnis der bi- und multilateralen Verhandlungen, sowie der komplexen weltpolitischer Zusammenhänge. Für ihre herausragende Leistung in der Debatte wurde an die Delegationen Deutschland und Volksrepublik China folgend der SChillerMUN Award verliehen. 

UN-Tag 2019 zur Zukunft der Arbeit

 Am 28. Oktober feierte die Lokale Agenda Dresden zusammen mit 150 Gästen den diesjährigen Tag der Vereinten Nationen und die Preisverleihung des 20. Agenda-Wettbewerbs. Unsere jährliche Großveranstaltung stand 2019 unter dem Motto „Zukunft der Arbeit“ und entstand in Zusammenarbeit mit der UNU-FLORES, dem Landesverband der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in Sachsen, der UNICEF-Arbeitsgruppe Dresden, dem Lions Club Dresden Agenda 21 und der TU Dresden

Musikalisch begleitet wurden wir passend zum Thema vom Folxkunstkollektiv HUDERICH, die für uns Stücke des Liedermachers und Kohlekumpels aus dem Lausitzer Braunkohlenrevier Gerhardt Gundermann spielten. Mit insgesamt fünf Liedern umrahmte die Band die Veranstaltung und erinnerte uns und die Gäste an die Arbeitsbedingungen und das Lebensgefühl der Vergangenheit. 

Begrüßende Worte richtete die Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft Frau Eva Jähnigen und hieß die Gäste im Neuen Rathaus Dresden willkommen. Sie machte auch auf die aktuellen Entwicklungen zur Zukunft der Arbeit in der Stadtverwaltung aufmerksam, die ein neues Verwaltungszentrum errichten wird und dabei neue Wege der Bürgerbeteiligung und Nutzung der Arbeitsräume durch die Mitarbeitenden gehen wird.   

Darauf folgte die Vorstellung des Kids Takeover durch Anne Bibas, Leiterin der UNICEF Gruppe in Dresden. Der Kids Takeover wurde anlässlich der 30. Jubiläums der Erlassung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989. Die Kinder hatten die Möglichkeit, beim Dresden Fernsehen sowie Radion Dresden einen Tag lang den Stift in die Hand zu nehmen und selber Inhalte zu gestalten und verantworten. Dabei entstanden auch Bilder zu den einzelnen Kinderrechten, die auch im Fahrgastfernsehen der DVB gezeigt werden sollen. Hier ein Filmbeitrag zum Kid Takeover bei Dresden Fernsehen.

Der diesjährige UN Festvortrag drehte sich um die Zukunft der Arbeit und damit um die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) Ziel 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ und 12 „Nachhaltiger Konsum und Produktion“. Hierzu führte Frau Dr. Annette Niederfranke, Direktorin der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aus, dass die Zukunft der Arbeit ohne Nachhaltigkeit nicht vorstellbar ist. Sie betonte auch die Gleichzeitigkeit der globalen Gegensätze, wobei wir hier in Deutschland in relativem Reichtum leben, während der überwiegende Teil der Weltbevölkerung auf die meisten Arbeits-, Menschen- und Kinderrechte noch wartet – und dass diese beiden Tatsachen zusammenhängen. Sie stellt fest, dass der Weltfrieden nur durch Gerechtigkeit möglich und dass das nicht ohne Umverteilung von statten gehen wird.   

Bei der anschließenden Gesprächsrunde mit Frau Dr. Niederfranke, Frau Jähnigen und Frau Prof. Günther ging es um die Frage politischer und individueller Verantwortung zum Thema menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften. Einigkeit herrschte darüber, dass die großen Stellschrauben bei der Politik und den wirtschaftlichen Akteuren liegen. Aber das auch beim individuellen und kommunalen Handeln, beim Einkauf und der Beschaffung politisches Handeln auch „von unten“ beeinflußt wird.   

Zur Einleitung der Preisverleihung machte die Geschäftsführerin der Lokalen Agenda Dresden Julia Leuterer noch einmal deutlich, dass der Status quo, den viele Menschen so vehement erhalten wollen, global gesehen weder ökologisch noch sozial gerecht ist. Hier finden Sie die vollständige Rede von Julia Leuterer. 

Einer der Höhepunkt der Veranstaltung stellte die Preisverleihung des 20. Agenda-Wettbewerbes dar. Insgesamt hatten sich dieses Jahr 28 Initiativen beworben und die sehr gelungenen Projektpräsentationen der zehn Nominierten machten den beiden Jurys die Auswahl dieses Jahr schwer. Auch beim Online-Voting zum Publikumspreis war die Entscheidung knapp ausgefallen. Ausgezeichnet wurden 2019 folgende, inspirierende Projekte: 


Wir bedanken uns bei allen Bewerber/innen dieses Jahr für ihr Engagement, bei allen Organisator/innen und bei den Jurys, Spendern und Sponsoren für diesen schönen gemeinsamen Abend! 

Bericht: Lokale Agenda 

Click here for an English summary by our partner UNU FLORES. 

Grußworte von Bürgermeisterin Eva Jähnigen – Foto Volker Bellmann

Call for Papers – 9. UN Forschungskolloquium "Integrität und die Vereinten Nationen"

11./12. April 2019 an der TU Dresden/Zentrum für Internationale Studien

Veranstalter:
AG Junge UN-Forschung in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) zusammen mit dem Zentrum für Internationale Studien an der TU Dresden 

Keynote:
Prof. Dr. Klaus Hüfner, DGVN-Präsidium, zur Finanzierung der Vereinten Nationen als Baustein der Integrität (Arbeitstitel)   

Rahmenprogramm: 

  • Filmvorführung „The Destruction of Memory“ und Gespräch mit dem Regisseur Tim Slade und Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer 
  • Deadline für Abstracts: 24.02.2019 
  • Deadline für Papiere: 31.03.2019
  • Deadline für Anmeldungen: 21.03.2019  


Das Kolloquium steht allen Interessent*innen offen, auch ohne eigenen Beitrag.  


Themenstellung:
Einschneidende Ereignisse der jüngsten Vergangenheit haben die Weltordnung wie wir sie bisher kannten vor größte Herausforderungen gestellt: der Syrien-Krieg, der Brexit, die Annexion der Krim, die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA und die darauf folgenden politischen Richtungsänderungen (u.a. Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen, Handelsstreit, Austritt aus der UNESCO) sowie das Wiedererstarken autoritärer und nationalistischer Bewegungen und Parteien in Europa und in der Welt. Sie alle erschüttern das Vertrauen in die Bedeutung des Multilateralismus und gefährden nicht zuletzt die Integrität des internationalen Systems und der Vereinten Nationen. 

Darüber hinaus erfordern neue oder (wieder-)erstarkte Phänomene und Tendenzen eine eingehende Betrachtung und innovative Anpassungs- und Regelungsstrategien. Zu nennen sind hier so unterschiedliche Aspekte wie die fortschreitende Digitalisierung, die globale Migrationsbewegung, der Klimawandel, aber auch terroristische Aktivitäten, einschließlich der absichtlichen Zerstörung von Kulturerbe u.a. in Syrien. Auch sie stellen nicht nur für die staatliche Integrität, sondern auch für die persönliche Integrität vieler Menschen eine große Herausforderung dar. 

Die Bedeutung von „Integrität“ in diesem Zusammenhang ist vielfältig. Ebenso vielfältig sind auch die rechtlichen und politischen Implikationen, die sich daraus ergeben. Sie sollen den Rahmen für das Forschungskolloquium bilden. Potentielle Fragestellungen könnten sich insbesondere in diesen drei Themenblöcken ergeben.  

1. Unverletzlichkeit von Staaten
(Völker-)Rechtswissenschaftler denken beim Begriff der „Integrität“ wohl zuallererst an die territoriale Integrität (auch territoriale Unversehrtheit), wie sie in Art. 2 (4) UN-Charta festgelegt ist. Hier bieten sich Fragen zum aktuellen Status des Gewaltverbots an. 

  • Inwieweit hat sich das Verständnis von Souveränität gewandelt? Welche Auswirkungen hat dies für die Konturen des völkerrechtlichen Gewaltverbotes? • Erodiert das völkerrechtliche Gewaltverbot? 
  • Cyberwarfare  


2. persönliche bzw. körperliche Integrität
Auf persönlicher Ebene kommt dem Begriff eine weitere Bedeutung zu. Hier geht es vor allem um die (körperliche) Unversehrtheit von Individuen, die maßgeblich vom Verhalten der Mitmenschen sowie den gesellschaftlichen und (völker-)rechtlichen Rahmenbedingungen abhängt. 

  • Wie kann der Schutz der persönlichen Freiheit(en) angesichts aktueller Herausforderungen, wie z.B. Digitalisierung, gewährleistet werden? 
  •  Bemühungen der UN hinsichtlich der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen • Was bedeutet die Zerstörung von Kulturerbe für die kulturelle Integrität bzw. die Identität der betroffenen Bevölkerung?  


3. Makellosigkeit, Unbescholtenheit und Unbestechlichkeit von Staaten und der Vereinten
Nationen Nach dem philosophischen Humanismus fordert Integrität, dass die tatsächliche Lebenspraxis persönlichen Werten und Idealen entspricht. Reden und Handeln ist geleitet von Werten und Normen und bleibt für andere damit verlässlich und vorhersehbar. Übertragen auf das Völkerrecht im Allgemeinen und die Vereinten Nationen im Speziellen, ergeben sich in diesem Zusammenhang zahlreiche interessante Frage- und Problemstellungen: 

  •  Welche Bedeutung hat die Immunität der UN und ihrer Organe (z.B. Sicherheitsrat, UN-Friedenstruppen), ist sie noch zeitgemäß? 
  •  Inwieweit wird das Völkerrecht heute (bewusst) missbräuchlich gebraucht? 
  •  Gibt es eine Krise des Völkerrechts? Inwieweit haben die unterschiedlichen Akteure dazu beigetragen? 


Die genannten Themen dienen der Veranschaulichung und sind keinesfalls abschließend. 

Organisatorischer Rahmen des Kolloquiums:
Das 9. UN-Forschungskolloquium wird von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Junge UN-Forschung in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen organisiert, deren Mitglieder aus den Fachbereichen Völkerrecht, Politikwissenschaft und Soziologie kommen. Kooperationspartner des diesjährigen UN-Forschungskolloquiums sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Völkerrecht und Europarecht sowie des Zentrums für Internationale Studien an der TU Dresden. 

Das Kolloquium heißt Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierende aller Fachrichtungen willkommen. Es bietet die Gelegenheit, Forschungs- und Studienarbeiten mit Bezug zu den Vereinten Nationen vorzustellen und zu diskutieren. Als besonders anregend hat sich erwiesen, wenn die eingereichten Papiere von Diskutant*innen vorgestellt werden und der jeweilige Beitrag im Anschluss intensiv diskutiert wird. Durch den interdisziplinären Blick werden gängige Definitionen hinterfragt und empirische Probleme neu betrachtet. 

Autor*innen melden sich bitte bis zum 24.02.2019 mit einem Abstract (ca. 200 Wörter) zum Oberthema an. Eine Zusage erfolgt bis zum 10.3.19. Die Frist für die Einreichung der fertigen Papiere (max. 5.000 Wörter) ist der 31.03.2019. Dies dient dem Zweck der Vorbereitung aller Personen auf das Kolloquium. 

Weitere interessierte Teilnehmer*innen können sich bis zum 21.03.2019 verbindlich auf unserer Webseite anmelden. Bei der Anmeldung geben bitte Autor*innen und Teilnehmer*innen an, ob sie die Rolle eines Diskutanten oder einer Diskutantin übernehmen möchten. 

Einen Teilnahmebeitrag gibt es nicht. DGVN-Mitglieder können einen Fahrtkostenzuschuss beantragen (bei der Anmeldung angeben).  

Bei Fragen stehen wir unter info(at)uno-forschung.de zur Verfügung.